Ätzküvette - Stromchaos

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Ausrüsstung
 
 

Die Ätzküvette besteht im wesentlichen aus 5  Glassteilen, die mit Silikon aus der Aquaristik zusammen geklebt sind. Die Front und Rückseite sind 200 X 300mm, die beiden Seitenteile 40 X 300  groß, und die Bodenplatte misst 300 X 300mm. Ein modifizierter Aquariumheizer mit 300W bringt die Ätzflüssigkeit auf themperatur, die von einem Fühler überwacht wird. Das ganze wird von meinem Timer-Thermostat geregelt.

Der Temperaturfühler ist ein KTY81-110, den ich in einen verklebenden Schrumpfschlauch gesteckt habe. Damit er auch richtig dicht ist, habe ich das ende etwas länger gelassen und im heißen zustand zusammen gedrückt. Durch den Kleber im Schrumpfschlauch ist alles schön dicht.
Der Luftschlauch stammt auch aus der Aquaristik, und wird zur Belüftung von Aquarien verwendet. In diesem Schlauch ist ein Bleigewicht eingearbeitet, um ihn am Boden zu halten und biegen zu können. Dieses Gewicht muss natürlich entfernt werden. Dann noch auf Länge abschneiden, und das ende mit einem Kabelbinder verschließen, damit die Luft nicht entweichen kann. Eine Membranluftpumpe, die auch im Aquarium Shop erhältlich ist, wird als Luftquelle verwendet. Die Leistung sollte nicht zu gering ausfallen. Jetzt wird der passende Silikonschlauch auf den Stutzen des Luftschlauchs gesteckt, und in der Küvettenecke nach außen gefürt.
Bei dem Heizstab muss allerdings etwas getrickst werden. Die  meisten Heizungen sind nicht für Temperaturen von 45°C und höher gedacht, wäre für die meisten Fische auch nicht wirklich zu empfehlen, und muss deshalb etwas umgebaut werden. Ich habe die Schutzkappe vorsichtig entfernt, und den Silikonstopfen samt Technik aus dem Glasrohr gezogen.  Der Regler an sich besteht nur aus einem Biemetall, den ich ausgebaut und überbrückt habe. Da der Heizer jetzt nicht mehr abschaltet, ist ein vorgeschaltetes Thermostat ZWINGEND erforderlich. Ich weise hier nochmal darauf hin, das der eingriff an der 230V-Seite sehr vorsichtig vorzunehmen ist. Nachdem alles wider gut verschlossen ist, kann der Heizer genutzt werden.

Bevor die Frontplatte geklebt wird, muss natürlich erst der Temperaturfühler und der Luftschlauch eingeklebt werden.

Nachdem die Front verklebt ist, und das ganze 24Std. ausgehärtet hat, kommt der erste Test ob auch alles geklappt hat.  

Ich habe der Küvette auch einen Deckel aus Plexiglas spendiert, damit die Ätzlösung darin bleiben kann, und nicht verdunstet. Die beiden angeklebten leisten, sind dazu da, damit das durch die Wärme entstandene  Kondensat bei dem aufklappen wider in die Küvette abfließen kann.

Nun kam die größte Herausforderung,  der Platinenhalter…  Dafür habe ich mir einen Plexiglasstreifen so bemessen und gebogen, das der untere Teil bis kurz über dem Luftschlauch steht. Gebogen ist das ganze im übrigen mit meiner Biegemaschiene…
Der bewegliche Teil besteht ebenfalls aus einem Plexiglasblock, in dem eine Führung für den Halter gefräst wurde. Der Block muss natürlich VOR dem biegen des Halters aufgeschoben werden. Der Block kann so auf dem Halter verschoben, und mit der Schraube fixiert werden. Die untere Schraube dient nur als Abstandhalter zur Rückwand, damit die Leiterplatte gerade in der Küvette hängt. Die beiden Nuten im unterem Teil des Halters und im Block verhindern ein rutschen der Platine.


Die Küvette befülle ich mit 1L Natriumpersulfat, das der Heizwendel der Heizung gut in der Lösung hängt. Die Temperatur von 45°C ist von Zimmertemperatur in ca. 15min. erreicht. Eine Eurokarte ist so mit frisch angesetzter Lösung in ca. 10min. fertig.
Das Kombigerät Timer/Thermostat zur Regelung ist im übrigen unter Projekte zu finden…

 
 
 
 
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